Kategorien-Archiv Aktuelles

VonJochen Robes

erwachsenenbildung.at: Beitrag „Die Zeit im Online-Lernen“

„Haben Sie Lust, ihren Blick auf die Zeit mit uns zu teilen?“ bin ich vor einigen Monaten von der Redaktion des Magazins erwachsenenbildung.at gefragt worden. Ich habe spontan zugesagt, denn natürlich setzt das Stichwort „Zeit“ auch bei mir sofort unzählige Gedanken und Ideen frei. Am Ende waren es fast zu viele, obwohl ich mich auf ein naheliegendes Spielfeld, das Online-Lernen, begrenzt habe. Hier habe ich schlussendlich einen kleinen Bogen gespannt, mehr assoziativ als akademisch, von den ersten Erfahrungen mit E-Learning in den 1990er Jahren bis zu aktuellen partizipativen und community-orientierten Lernformaten. Und dabei habe ich natürlich versucht, nie die Zeit aus dem Auge zu verlieren …

Hier die Zusammenfassung meines Beitrags durch die Redaktion:
„Im vorliegenden Essay reflktiert der Autor entlang seiner langjährigen beruflchen Erfahrungen den Aspekt der „Zeit“ in Verbindung mit digitalen Bildungsangeboten. Er stellt sich dabei kritisch die Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung im Bildungsbereich auf den Begriff, die Bedeutung und Bewertung der „Lernzeit“ hat. Wo etwa gewinnen oder verlieren Lernende im selbstgesteuerten Lernprozess Zeit? Ist der zeit- und  ortsunabhängige Zugriff auf Lernressourcen im Netz ein Indikator für Zeiteffiienz beim Lernen? Der Autor verbindet seine Überlegungen mit Gedanken zu digitalen Formaten sowie deren Zeitdimension und beleuchtet u.a., wie digitale Trends im Bildungsbereich, beispielsweise das Microlearning, vor dem Hintergrund verdichteter Zeitstrukturen der Gegenwart zu bewerten sind und ob sie tatsächlich das Problem des Mangels an Zeit zum Lernen lösen. Schließlich plädiert der Autor für Zeiträume zur Reflexion, damit Lernende Lernziele und Lernzeit selbstbestimmt miteinander in Einklang bringen können. (Red.)“

Robes, Jochen: Die Zeit im Online-Lernen. Über kurze Einheiten, Moments of Needs und Selbstorganisation.In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 41, 2020. Wien (pdf)

Bildquelle: Icons8 Team (Unsplash)

VonJochen Robes

VOCANTO (Online): Vortrag „Digitale Bildung & Lernen“

Die Kollegen von VOCANTO („… digitale Spezialist für effektives und innovatives Lernen“) hatten mich vor einigen Tagen angefragt, ob ich nicht Anfang Dezember auf ihrem Teamtag einen Vortrag halten möchte. Eine Stunde, dann noch etwas Diskussion, über ein Thema meiner Wahl. Ich habe gerne zugesagt und auch die Titelvorgabe gleich übernommen („Wie werden sich die digitale Bildung & das digitale Lernen in den nächsten Jahren entwickeln (müssen)?“). Mein letztes Engagement in diesem Jahr (außerhalb der Lehre …). Kurzweilig wars.
Jochen Robes, SlideShare, 4. Dezember 2020

Bildquelle: Lucrezia Carnelos (Unsplash)

 

VonJochen Robes

DIE – Innovationspreis 2020: Preisverleihung

Am 1. Dezember wurden die Innovationspreise des DIE verliehen, natürlich online. Es gab in diesem Jahr drei Preisträger, die gleichrangig für ihr Bemühen, „Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung digital fit (zu) machen.“, ausgezeichnet wurden. Zusammen mit Olaf Zawacki-Richter, Universität Oldenburg, hatte ich das Vergnügen, die Laudatio für einen der drei Preisträger, die Fortbildung „Coaches für Online-Lernen“ der VHS Leipzig und des Sächsischen Volkshochschulverbands, zu halten. Weitere Informationen über die Preisträger und die Veranstaltung gibt es auf den Seiten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE).

Bildquelle: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)

VonJochen Robes

htw saar, Saarbrücken: Workshop „Open Badges“

Kurz vor dem „Lockdown light“ durfte ich einen Workshop an der htw saar zum Thema „Open Badges“ moderieren. Am Deutsch-Französischen Hochschul – Institut (DFHI) möchte man nämlich die Studierenden für die außercurricularen Angebote wie Sprachtandems und Sommerpraktika stärker begeistern und überlegt deshalb, ob Badges hier nicht ein attraktives, zeitgemäßes Instrument sein können.

Also habe ich im Vorfeld etwas Literatur zum Thema kuratiert („Open Badges – eine (erste) Artikelsammlung“). Im Workshop selbst habe ich zuerst einen Überblick zum Thema „Open Badges“ gegeben. Dann hatte ich einen Badge-Canvas mitgebracht, um mit den Teilnehmenden zwei Use Cases zu entwickeln, was auch gut funktionierte. Am Ende des Tages hatten wir zwei Ideenskizzen entwickelt und eine Reihe von Fragen festgehalten (strategische, technische, operative), mit denen wir uns in den nächsten Wochen beschäftigen wollen.

 

Quelle: Beuth-Badges, https://beuthbadges.wordpress.com/2016/12/14/badges-design-canvas/

Für mich war nicht nur die Zusammenarbeit vor Ort sehr angenehm und anregend. Es hat mich auch darin bestärkt, das Thema Badges im kommenden Jahr 2021 an weiteren Stellen wie zum Beispiel der Corporate Learning Community aufzunehmen. Ich hoffe also, mich an dieser Stelle bald mit Neuigkeiten melden zu können!

VonJochen Robes

Seminar Lörrach (Online): Impuls „Didaktisch-methodische Gestaltung des Online-Lernens“

Vielleicht helfen die Folien ja dem/ der einen oder anderen. Der Kontext:   Für das „Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Lörrach“ habe ich vor einigen Tagen, natürlich online, eine Diskussion zur Gestaltung des Online-Lernens moderieren dürfen. Sehr pragmatisch habe ich mich auf die Live-Online-Sessions konzentriert, weil sie ja für viele von uns derzeit das Standbein der Online-Lehre darstellen; und genauso pragmatisch habe ich drei Artikel vorgestellt und als roten Faden genutzt, die mir in den letzten Monaten geholfen haben, die eigenen Erfahrungen etwas zu strukturieren:

– Christoph Meier: „Von der Präsenzlehre zum Teleteaching – Schritt für Schritt“
– Nele Hirsch: „Überblick über 8 Webinar-Formate – und wie man sie erfolgreich gestaltet“
– Christina Bliss: „Interaktion online – Wie kann’s gelingen?“

So bin ich auch gleich die Empfehlung losgeworden, sich die mit den Beiträgen verknüpften Ressourcensammlungen, also scil, eBildungslabor und wb-web, unbedingt zu merken. Und mit Liberating Structures habe ich versucht, Impulse und Diskussion mit etwas Gruppenarbeit zu verbinden. Aber da lief mir dann irgendwann die Zeit davon …
Jochen Robes, Slideshare, 21. Oktober 2020

Bildquelle: Chris Montgomery (Unsplash)

 

VonJochen Robes

Zukunft Personal (Online): Moderation, Referent

Die Zukunft Personal Europe (ZPE) war ja wie viele Messen und Konferenzen in diesem Jahr „anders“, nämlich eine virtuelle Veranstaltung, die als HR Week vom 12. – 16. Oktober stattfand. Was natürlich auch unsere Arbeit im Expertenrat „Learning & Training“ beeinflusste und veränderte. Lange Zeit drehte sich alles um die Frage, wann und wie die Messe überhaupt stattfindet. Dann stand der (neue) Termin,  und es rückte die Gestaltung der virtuellen Angebote auf die Agenda. Es wurde schließlich eine bunte, abwechselungsreiche Mischung aus Live-Online-Sessions in Form von Keynotes und Workshops sowie im Vorfeld aufgezeichneten Video-Impulsen. Zusammen mit meinen MitstreiterInnen Gudrun Porath und Roman Rackwitz habe ich einige Interviews im Vorfeld aufgenommen und einen Workshop am Learning & Training-Tag durchgeführt. Die Resonanz war durchweg positiv! Und die nächsten Termine, ob virtuell oder vor Ort, warten schon …

VonJochen Robes

personalmagazin: „Erdrutsch in der Weiterbildungslandschaft“

Der Artikel, geschrieben von Stefanie Hornung für das „personalmagazin“, knüpft an die nüchterne Bestandsaufnahme des Wuppertaler Kreises an, der im Juni in seiner Trendstudie erhebliche Umsatzeinbußen der Weiterbildungsbranche für das laufende Jahr konstatierte. Also wurde nachgefragt: bei Audi, Ernst & Young und Viessmann. Hier heißt es, dass sich natürlich Bildungsangebote und Lernaktivitäten in den letzten Monaten stark verändert haben. Aber von Budgetkürzungen ist noch keine Rede. Was die einzelnen Unternehmen in ihren Statements berichten, ist zwar kurz, aber lesenswert. Und da ich in einem Absatz auch zu Wort komme, darf ich den Artikel an dieser Stelle verlinken. Danke!
Stefanie Hornung, personalmagazin, 09/ 2020 (pdf)

Bildquelle: Nicolas Cool (Unsplash)

VonJochen Robes

Corporate Learning Community: MOOCamp 2020

Vom 20.04. bis zum 29.05.2020 lief der dritte große Online-Kurs, das „MOOCamp 2020“, den wir als Corporate Learning Community (CLC) veranstaltet haben. Das Motto des Kurses lautete „Lernräume gestalten – offline, online oder hybrid“. Wir haben den Kurs dieses Mal „MOOCamp“ genannt, weil wir eine Verbindung zwischen Online-Kurs und den Präsenz-BarCamps der CLC herstellen wollten. Aber diese Verbindung werden wir wohl erst im nächsten Jahr wieder aufnehmen können …

Wie auch immer: Wir haben wieder vier Unternehmen gewinnen können, die – nach der Auftaktwoche – jeweils eine Woche des Kurses gestaltet und moderiert haben. Drei der Unternehmen – ZF Friedrichshafen, Porsche und QualityMinds – waren „neu“ dabei. Ein Unternehmen, Viessmann, hatte uns schon 2017 beim #CL2025 begleitet. In der Viessmann-Woche war ich in diesem Jahr als Ansprechpartner und „Pate“ aktiv.

Soweit wir das über die Anmeldungen zum Newsletter nachzeichnen können, hatten wir wieder über 1.200 Teilnehmende! Mindestens, denn alle Kursseiten und Aufzeichnungen sind ja offen im Netz zugänglich. Und, um noch eine zweite Zahl zu nennen: Der Aufruf in der ersten Kurs-Woche, ein eigenes Lernziel zu formulieren, hatte allein schon 147 Kommentare!

Einige weitere Fakten zum MOOCamp 2020 hat Karlheinz Pape zusammengetragen (hier). Eine kurze Evaluation werden wir auch noch durchführen. Darüber werde ich zu gegebener Zeit gerne berichten. Ansonsten ist das gesamte MOOCamp 2020 offen im Netz zugänglich – zum Nachlesen, Nachschlagen, Nachhören …

Und Corona? Alle Unternehmen, die uns im Vorfeld zugesagt hatten, sind dabeigeblieben! Die gastgebenden Unternehmen wie auch die Teilnehmenden waren natürlich fast alle im Homeoffice. Und für einige hatte das Thema „Lernräume gestalten“ wegen Corona einen besonderen bzw. aktuellen Stellenwert.

VonJochen Robes

Innovation Lab, Dieburg: Interview mit Ahmet Seker

Das Projektteam „ALLE im digitalen Wandel“, zu dem ich auch gehöre, und seine Projektpartner haben schon mehrmals dort getagt: im Innovation Lab am Mediencampus in Dieburg. Das Innovation Lab ist ein ca. 60 Quadratmeter großer Raum, befindet sich im dritten Stock des Eingangsgebäudes des Mediencampus und gehört zum „Forschungszentrum Digitale Kommunikation und Medien-Innovation“ (fz dkmi). Da das Förderprojekt „ALLE im digitalen Wandel“ als Experimentierraum ausgeschrieben ist und sich einzelne Projektpartner die Einrichtung und Nutzung eigener Experimentierräume auf ihre Agenda geschrieben haben, lag es nahe, einmal einen kurzen Blick auf die Entstehung und die Nutzung des Innovation Lab in Dieburg zu werfen. Hinzu kommt, dass „Lernräume gestalten“ auch das Motto unseres diesjährigen MOOCamps 2020 ist.

Das Innovation Lab am Mediencampus wird von Ahmet Seker betreut. Er hat es von Anfang an, in enger Abstimmung mit Thomas Pleil, dem Sprecher des Forschungszentrums, konzipiert, eingerichtet, moderiert und ist immer noch dabei, es stetig weiterzuentwickeln und den Bedürfnissen seiner Nutzer und Nutzerinnen anzupassen. Also habe ich mich einmal mit Ahmet Seker über Idee und Geschichte des Innovation Lab unterhalten.
Jochen Robes, ALLE im digitalen Wandel, 8. Mai 2020

Bildquelle: JR (Innovation Lab, Dieburg: Kreidewand)

VonJochen Robes

Interview „Trends im Bildungsbereich“

Viele Unternehmen überprüfen regelmäßig ihre Bildungsstratregien, setzen  sich dabei mit neuen Entwicklungen auseinander, führen Interviews mit Experten und erstellen Trendlandkarten. In diesem Zusammenhang durfte ich diese Woche auch wieder Rede und Antwort stehen. Anbei die Fragen und meine Antworten (in verschriftlichter Kurzform).

 


Welche Trends sehen Sie in Ihrem Unternehmen im Bereich Weiterbildung und generell am Markt?

Da denken wahrscheinlich viele, auch ich, zuerst an Bildungs- und Lerntechnologien. Digitale Bildung ist da. Wie geht es weiter? Was sieht man zum Beispiel auf der Learntec? Augmented Reality und Virtual Reality sind neueste Entwicklungen in diesem technologiegetriebenen Prozess. Dann noch, etwas weniger spektakulär, weil weniger greifbar, KI, Algorithmen und Chatbots in der Weiterbildung. Vielleicht gehören auch noch Badges in diese Reihe.

Auf der anderen Seite stehen weniger Trends, sondern die Herausforderungen und Aufgaben, die mit Einführung und Nutzung dieser Konzepte, Plattformen und Tools verbunden sind. Und ganz oben steht da auf meiner Liste das selbstorganisierte bzw. selbstgesteuerte Lernen.

Was bedeutet das für Ihre Mitarbeiter und welche Kompetenzen benötigen diese zukünftig?

Wenn man das selbstorganisierte Lernen betont, dann natürlich auch die Kompetenzen, es umzusetzen und zu leben. Was noch? Digitale Kompetenzen als Querschnittskompetenzen natürlich. Und dann denke ich an verschiedene Aufstellungen von Future Skills, von Kreativität, Neugier bis zu Empathie und emotionaler Intelligenz, die auf die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung, auf sich immer schneller verändernde Tätigkeiten vorbereiten sollen.

Was sind die aktuellen, bewährten und anerkannten Lernformate bei Ihnen und generell? Welche werden in Zukunft an Bedeutung zunehmen?

Vieles ist schon da. Hoch gehandelt werden aber gerade Formate, die mit der Selbstorganisation der MitarbeiterInnen verbunden sind: BarCamps, Communities of Practice, Hackathons, Working Out Loud, Social Learning. Dann die vielen Work Hacks/ Learn Hacks als praktische Lebenshilfe. Oft verbunden mit agilen Team- und Organisationsstrukturen. Und vielleicht gehören auch einige Formate in diese Reihe, die der aktuellen Krise geschuldet sind. Virtuelle BarCamps zum Beispiel. Überhaupt wird vielleicht das Zusammenspiel von Präsenz und Online gerade neu ausgehandelt. Und das Zusammenspiel von Arbeiten und Lernen. Mal sehen.

Wie beeinflussen Trends Geschäftsmodelle (Produkte / Dienstleistungen/Abomodelle)?

Schwierige Frage. Mir kommen da natürlich die klassischen Geschäftsmodelle der Weiterbildung vor Ort in den Sinn. Kursgebühren für TeilnehmerInnen, Tagessätze für TrainerInnen. Dann, online, die Lizenzen für Lernplattformen und Kurse. Abomodelle sind sicher ein aktueller Trend, um aus Sicht der Marktanbieter Kunden und Nutzer enger an die eigenen Angebote zu binden. Anbieter wie LinkedIn Learning leben es vor. Voraussetzung sind Angebote, die heute in der Cloud liegen. Offener wird die Geschichte, wenn man an andere Aufgabenprofile von PE-Experten, Beratern und TrainerInnen und ihre Verrechnung denkt. Community ManagerInnen, LernkuratorInnen, Agile Lerncoaches.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in Bezug auf Aus- und Weiterbildung in 5 Jahren?

Fünf Jahre sind eine kurze Zeitspanne in der Aus- und Weiterbildung. Aber vielleicht bildet ja die aktuelle Krise einen Impuls für bleibende Veränderungen. Ich hoffe jedenfalls, dass die aktuellen Trends und Impulse rund um das selbstgesteuerte Lernen in Netzwerken (ich merke gerade, ich beiße mich etwas an diesem Begriff fest …) weiter Verbreitung finden. Auch in den Unternehmen und Organisationen selbst. Hinweise finden sich zum Beispiel in den Aktivitäten der Corporate Learning Community …

Was werden aus Ihrer Sicht die Folgen der Corona-Krise für die Aus- und Weiterbildung sein?

Siehe meine Antworten zu den vorausgegangen Fragen.

Bildquelle: Steve Halama (Unsplash)